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Vorab 3 meiner Favoriten aus dem Bereich "Literatur übers Radfahren":

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Ein beeindruckendes Buch!  Man muss nicht unbedingt eine Campagnola  am Geräusch erkennen, man muss nicht unbedingt seinen Rädern Vornamen geben, man muss nicht mal  unbedingt ein Rennradfahrer sein, um es gut zu finden. Wenn man aber passionierter Radfahrer ist, kann man es nur super finden. In zwanzig mitnehmenden Geschichten bringt uns der Autor den jeweiligen "Darstellern" sehr nah. Manchmal (nur) zum Schmunzeln; meist aber dürften dem Leser die Stories und das Erlebte/das Geschilderte so richtig nah gehen. Der infolge des Afghanistankrieges beinamputierte amerikanische Fahrer in "Hotel neuf" oder der italienische Motorradfahrer in "Kurve" sind nur 2 Beispiele. Wegen der gelungenen Komposition, der (ähnlich wie bei Michael Klonovsky in Radfahren) eine gehörige Prise (Radfahrer-)Philosopie beigemischt ist, lautet meine Bewertung " Für Literaturinteressierte ein Muss" (und das...
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Wer das Radfahren mag, wird dieses Buch mögen; wer zudem die Provence mag, wird diesem Buch einen Ehrenplatz auf dem Bücherregal einräumen; wer dort den - schon von Francesco Petrarca beschriebenen - Mont Ventoux schon mal mit dem Rad bezwungen hat, wird dieses Buch lieben.
Es handelt von den Beziehungen 5 junger Männer untereinander, insbes. aber von denen zu der wunderschönen Laura, in die während ihrer gemeinsamen Jugend alle fünf verliebt waren und von der Renaissance dieser Beziehungen rund 30 Jahre später - als die sechs um die 50 Jahre alt sind. Beim Lesen der Erlebnisse von Laura, Bart, Joost, Andre, David und Peter in den frühen 80er Jahren komme ich auch „als ü60er“  nicht umhin, mich an die eigene Jugend zu erinnern und Parallelen zu ziehen. Fast möchte ich sagen, den Buchuntertitel „Ein Sommer, der das Fieber des Lebens in sich trug“ zu fühlen. Umso mehr Parallelen zieht man, wenn man die schwierigen Auffahrten von Bedoin und Malaucene und die einfachere von Sault incl. der Abfahrt vom Gipfel zum Chalet Renard aus eigener Erfahrung kennt. Zurück zum Inhaltlichen: Nicht obwohl, sondern gerade weil 30 Jahre zuvor dabei etwas so Schlimmes geschah, treffen sich die sechs nach 30 Jahren wieder in Bedoin und fahren noch einmal auf den Ventoux. Für diesen gemeinsamen Kurzurlaub und die Fahrt hinauf hat sich der Autor ein überraschendes Ende einfallen lassen. 

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Sehr empfehlenswert ist die Lektüre von ...
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Dieses Buch ist ein ganz spezielles Buch aus dem Bereich der Radlektüre: es ist für Radliebhaber, für Radfreaks, für an der Geschichte des Fahrrads und an den technischen Details dieses meist benutzten Verkehrsmittels der Welt Interessierte. Da der Rezensent sich zu dieser Spezies von Menschen durchaus hingezogen, wenn nicht zugehörig, fühlt,  war die Grundlage für eine positive Bewertung gelegt.  Roter Faden ist, dass der Autor weder Kosten noch Mühen, in dem Fall insbesondere Reisen, gescheut hat, um sich sein ganz spezielles Traumrad zusammenzustellen. Robert Penn reiste aus seinem heimischen Wales an die verschiedensten Orte, um für  jedes Teil seines Rads das feinste Stück zu ergattern. Seien es die Felgen, die Speichen, der Rahmen, der Sattel, die Komponenten wie Schalthebel, Kurbel, Ritzelpaket, die Kette u.v.a.m.; kein Teil wird ausgelassen, keine Herstellerfirma ist entfernt genug, jedes Teil ist wichtig genug, etwas über seine Entstehungsgeschichte und über die besten Hersteller zu erfahren. Selbstverständlich werden dem Leser dabei so bekannte Namen wie Bianchi, Campangola,Colnago, Raleigh, Ritchey, Peugeot, Pinarello, Schwinn  u.v.a.m begegnen. 
Daneben lässt Robert Penn kleine Anekdoten seiner eigenen Weltumrundung einfliesen, bei der er in drei Jahren 40.000 km zurücklegte. Und auch die eine oder andere Anekdote aus der Welt des Rennradsports, sei es mit Fausto Coppi, sei es mit Hugo Koblet, hat in dem Buch ihren Platz gefunden. 
Breiten Raum nimmt  die Geschichte der Erfindung und Entwicklung des Rades ein....... Weiterlesen

Meine weiteren, aktuellen Favoriten aus anderen Themengebieten:

cover_der_zauberberg.jpgcov_eiF_zauberberg.jpg Brigitte Krächan: Heute keine Schüsse
 Als ich Gelegenheit hatte, auf einer Buchmesse mit der Autorin zu sprechen und sie mir ihre Idee zu dem Buch und die für deren Umsetzung erforderliche enorme  Recherchearbeit schilderte, wusste ich natürlich noch nicht, wie hervorragend sie diese Idee umgesetzt hat und mit welch großartigem Werk ich es hier zu tun haben werde. Es sei mir erlaubt, diese Einschätzung und Einstufung nicht als Fazit bzw. Resümee der Rezension am Schluss zu ziehen, sondern einleitend voran zu stellen.
Nun aber der Reihe nach: Noch unter dem Eindruck von Florian Illies "1913 " schien es mir sehr logisch, geschichtlich unmittelbar anschließende Literatur zu lesen und was passte da besser als dieser Roman, der exakt die Zeit von 1914 bis 1933 beschreibt. Hierbei ist "beschreiben" insofern wörtlich zu verstehen, als das von Brigitte Krächans Hauptprotagonist, dem Galeriegehilfen Walter Schachtschneider, in dieser Zeit geführte Tagebuch den roten Faden, den Plot, wie man heute sagt, darstellt. Der Schreibstil in Tagebuchform ist natürlich nicht der für einen Roman typische; es sind  oft nur kleine, aus wenigen Zeilen bestehende Einträge pro Kalendertag;  zuweilen auch - für sich allein genommen - eher unbedeutende Details; aber sie sind wie Puzzlesteine, d.h. sie als Teile des Ganzen ergeben in  ihrer Zusammensetzung das Gesamtbild. den man später den 1. Weltkrieg nennen wird und den Walter qualvoll erleben musste. Das Buch hat meine Vorstellung hierüber verändert. Meine beiden Großväter waren in diesem Krieg, aber zu gemeinsamen Lebzeiten in den 1960er/1970er Jahren, war ich zu jung um zu verstehen, was sie nach meiner Erinnerung manchmal und widerwillig davon erzählten.Ein hochsympatischer Gutmensch ist der Tagebuchschreiber Walter, der uns hier über diese schlimme Zeit berichtet. Und weil er nach dem Krieg in einer Kunstgalerie arbeitet, erfährt der Leser gewissermaßen en passant sehr viel über z.B.  Im- und Expressionismus, über Dadaismus, den blauen Reiter, das Bauhaus usw... Die zusätzliche Auflistung all der Namen der Künstler, die mit diesen Stilrichtungen einhergehen, würde den Rahmen dieser Rezension sprengen; im Buch bereichert sie selbstverständlich das Werk. Kritisch möchte ich hierzu  anmerken, dass bei der Nennung der Namen der Künstler, die ihr Leben in diesem schrecklichen Krieg lassen mussten (August Macke, Franz Marc, ...) sich der saarländische Rezensent  von der saarländischen Autorin gewünscht hätte, dass hier auch der Saarländer Albert Weisgerber erwähnt wird (Weiterlesen).
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"Der Zauberberg" von Thomas Mann:
Nach vielen Jahren und ein Stück weit müde und abgeneigt von der Masse statt Klasse (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel) des gegenwärtigen, aktuellen Literaturangebots, widmete ich mich wieder diesem zwischen 1913 und 1924 entstandenen Klassiker der Bildungsromane. Dass ich mich aktuell nach einem Fahrradunfall ebenso wie der Vetter von Hans Castorp, Joachim Ziemßen, in der Rekonvaleszenz befinde und ebenfalls wie einige der weiteren Insassen des Lungensanatoriums in Davos, das in dem Buch beschrieben wird, auf die Heilung eines Pneumothorax hinarbeite, motivierte mich zusätzlich. Durch die Unfallfolgen dazu gezwungen, mich wie Hans und Joachim in eine Art „Liegekur“ zu begeben, hatte ich somit Zeit und Muße, mich wieder den über 1000 Seiten und dem Schreibstil dieses großen Literaten zu widmen. Thomas Mann schreibt nicht – um nur ein Beispiel zu nennen – „Am Abend sank die Temperatur“; er schreibt (Zitat aus dem ersten Kapitel) „Da ein Wind sich aufgemacht hatte, wurde die Abendkühle empfindlich“.
Insgesamt ist er ein Fest, dieser Roman. Ein Fest der Worte, der Gedanken, der Sätze. Welch ein Reichtum in unserer sprachverarmuteten Zeit. Sätze über fast eine Buchseite, die jedem Gymnasiasten viele rote Korrekturen einbrächten; aber welcher Gymnasiast könnte solche Sätze formulieren? Ein Feuerwerk an Bildung eines großen Schriftstellers. Seinerseits damals animiert durch eine Tuberkulosererkrankung seiner Frau Katia, führt Thomas Mann den Leser an der Seite von Hans Castorp, der statt der geplanten 3 Wochen sieben Jahre auf dem Zauberberg bleiben muss und .... (Weiterlesen)
"Bildung"
von Dietrich Schwanitz:


Weil ich mich bei jedem
erneuten Lesen wundere,
was ich alles noch
nicht bzw.
nicht mehr weiß.

.... und außerdem : 
"Narziß und Goldmund" von Hermann Hesse (weil es mir von allen Klassikern das liebste Buch ist).

"Sturz ins Leere" von Joe Simpson (weil es so unbegreiflich ist, was Joe Simpson erlebt hat),

"Allein auf den Everest" von Göran Kropp (weil er meine Hobbies Radfahren und Klettern "brutalst möglich" kombiniert hat)
und, und, und:  (Weiterlesen)
Zuletzt gelesen und hier rezensiert ....
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Wußten Sie schon?
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© eberhard landes , zuletzt aktualisiert am  28.07.21